Jersey

Jersey ist mit 116 qkm die größte der Kanalinseln. Die kaum besiedelte Nordküste besteht aus steilen rosafarbenen Granitklippen, an der restlichen Küste kommen bei Ebbe sehr schöne Strände zum Vorschein. Auf der Jersey herrscht bedingt durch die Golfströme ein besonders mildes Klima. Wie alle britische Kanalinseln ist Jersey für viele besonders auf Grund der besonderen Steuerregelungen sehr attraktiv.

Wir setzen von Granville mit einer Personenfähre nach St.Helier. Die 1,5 stündige Fahrt war bedingt durch das unruhige Wasser besonders “attraktiv”. In St.Helier miteteten wir ein Fahrzeug und machten wir eine kleine Rundreise. Über St.Aubin im Süden der Insel erreichten wir Corbiere Point. Der einzige Rest der Endstation der Western Railway ist ein Bahnsteig aus Beton. Von dort aber (die Strasse führt ein wenig bergab) bietet sich ein herrlicher Blick auf die felsige Landzunge und den weißen Leuchtturm. Der Zugang zum Leuchtturm ist nur während der Ebbe möglich.

Weiter im Verlauf der Küste nach Norden kommt man zum Kempt Tower - ehemaliger Wehrturm ist heute ein Informationszentrum. Ein weiterer Wehrturm am Nordende von St.Quen’s Bay erinnert an die Landung von Admiral Blake in 1651 und Kapitulation der Royalisten. In Greve du Lecq machen wir kurze Pause um weiterhin der Nordküste entlang in Richtung St.Catherine’ Bay zu fahren. Der fast 1km lange Damm, der die Bucht im Norden schützt, war ursprünglich im Mitte des 19Jh als Plan für den Bau des Schutzhafens gedacht. Zu dem Zeitpunkt hat Frankreich die Stützpunkte rundum Cherbourg ausgebaut.

Nach kleiner Pause setzten wir die Fahrt in Richtung Süden fort. Wir erreichten erneut St.Helier, wo wir uns noch Zeit für kurze Stadtbesichtigung und den Einkaufsbummel genommen haben.

Die Stadt St.Helier ist recht lebendige Stadt, die zeitgleich Hauptgeschäftszentrum und Regierungssitz von Jersey ist. Die meistbesuchte Sehenswürdigkeit ist Elizabeth Castle - eine Abtei gegründet im 12 Jh und weiter schrittweise ausgebaut zur einer Burgfestung. Wir konnten leider bedingt durch die Flut nicht mehr die Burganlage zu Fuß erreichen. So also, bevor wir uns auf den Rückweg gemacht haben, konnten wir noch die Geschäfte entlang der King Street und Queen Street “unsicher” machen. Die Rückfahrt wurde durch einen Heftigen Regen und Sturmwind begleitet, so dass der Magen lange brauchte, bis er zu Ruhe kam.

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