Klöster

Klöster und Kirchen in der Normandie.

Die Geschichte der Normandie läuft parallel mit der Entwicklung ihrer Abteien. Vom 5. Jh. bis heute spielten sie eine herausragende Rolle sowohl auf kirchlichem, geistigem und künstlerischem, als auch auf politischem und wirtschaftlichem Gebiet. Von den 120 Abteien aus der Glanzzeit sind heute noch 60 vorhanden. Sie bilden das unvergleichbare Erbe einer Architektur von seltener Schönheit.

Einige Abteien sind auch heute noch Klöster. Zu den bekanntesten gehören Le Bec-Hellouin, St-Wandrille, das Trappistenkloster in Soligny, Mondaye; andere sind grandiose Ruinen (Jumièges, Hambye) oder einfache Pfarrkirchen (St-Martin-de-Boscherville, Cérisy-la-Forêt).

Von Abteien, Kathedralen, Stiftskirchen und bescheidenen Dorfkirchen geradezu übersät, waren die schönen Kirchenfenster in der Normandie so zahlreich, dass sie in ihrer Gesamtheit eine der größten Glasflächen Frankreichs darstellen. Was die Kirchenkunst anbetrifft, gehört die Normandie zu den reichsten Regionen Frankreichs.

Abbaye de la Lucerne
Abbaye de Hambye
Kloster Le-Mont-St-Michel
Abbaye Lessay

 

Abbaye de la Lucerne

Die Abtei wurde in 1143 gegründet. Der Baustil gleicht der der Zisterzienserabteien. Die gesamte Klosteranlage ist nach der französischen Revolution nicht mehr bewohnt. Das Kloster und die Gebäuden sind dem natürlichen Zerfall der Bausubstanz überlassen, die umliegende Bevölkerung nutzte teilweise die Steine als Baumaterial für eigene Häuser.

Beeindruckend ist, dass seit ca. 40 Jahren arbeiten ausschließlich Spezialisten an der Restaurierung der Abtei. Heute kann man schon die Ergebnisse der Arbeit bewundern. Die Abteikirche ist wunderschön aufgebaut und die nebengelegene Wohn- und Wirtschaftsgebäude der Mönche können dem Besucher den Einblick in das Leben der Ordensgemeinschaft im Mittelalter gewähren.

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Abbaye de Hambye

Die Abtei gegründet um 1145 liegt im Tal der Sienne. Ein der vielen Benediktinerklöster in dieser Gegend, mit dem Höhepunkt im 13 / 14 Jh. Nach der französischen Revolution ist die Abtei, wie viele in dieser Gegend, dem Verfall überlassen und dient als Baustelle für den bau der umliegenden Häusern. Die Ruine der Abteikirche ist sehr beeindruckend (s. Bild links). Man kann noch an vielen Stellen das Kreuzrippengewölbe sowie die Reste der spitzbogigen Arkaden.

In der Mitte befinden sich zwei Grabplatten aus dem 15 Jh, die als Ruhestätte der letzten Nachfolgerin des Gründers der Abteil, Jeanne Paynel sowie ihres Gatten erhalten geblieben sind.

Neben der Ruinen befinden sich eitere Abteigebäuden - Refrektorium, das ehemalige Dormitorium, die Sakristei und die Wärmstube. Dort werden noch restlichen erhaltenen Gegenstände  und Reste der Mosaik ausgestellt (s. rechts).

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Le Mont-St-Michel

Der Ursprungs des Klosters Mont-St-Michael reicht bis ins 8 Jh, nachdem der Erzengel Michael dem Bischof Aubert von Avranches dreimal erschienen ist. Das Ergebnis der langen Erbauungszeit (die einzelnen Bauten entstanden zwischen 11-16 JH) ist gewaltig. Von einer Sandlandschaft umgeben (hier zieht sich das Meer während der Ebbe mehrere Kilometer zurück) wirkt die Abtei sehr monumental aber auch geheimnisvoll. Lange Zeit war die Abtei auch ein Ziel für die Wallfahrt. Der Weg zum Mont Saint-Michel war für die Pilger nicht ungefährlich,

 sie mußten bei der Überquerung des Watts die tückischen Treibsände und einen Tidenhub von 13m auf sich nehmen um den Klosterberg zu erreichen. Durch die enge, steil ansteigende Gasse - Grand Rue - erreicht man am Ende durch die Treppe die Abteikirche. Unzählige Menschen, die den Weg hinaufgehen erleichtern zwar nicht diese Aufgabe, vermitteln jedoch des Lebens im Mittelalter, wo einst ebenso tausende von Pilgern den Weg zur Abteilirche gegangen sind.

Besonders schön ist La Merveille - “Das Wunder” - ein Gebäudekomplex, in dem sich der Almosen-, Gäste-, und Rittersaal sowie der Kreuzgang befindet. Die Granitsäulen sind reich mit feiner Steinmetzarbeit verziert. Aber auch die anderen Bereiche, das Refrektorium, die Krypten sowie Grand Roue - Das Große Rad, das an die Zeiten erinnert, in den Mont-St.Michel als Gefängnis diente - hinterlassen einen besonderen, überwältigenden Eindruck auf den Besucher.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kloster in Lessay

Weitere Benediktiner Abtei - gegründet in 1056, die Kirche wurde im Jahre 1080 errichtet. Auch diese Abtei wurde vor der Vernichtung und dem Verfall nicht verschont. Nach dem Krieg wurde die romanische Kirche sorgfältig mit dem ursprünglichen Baumaterial wiederaufgebaut und renoviert.

Heute wird die Abtei erneut von Mönchen geführt, die neben der Kirche in die Klostergebäuden bewohnen.

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